Rezension - Starminster
Infos zu einem Buch:
Verlag: BELTZ & Gelberg
Autor/in: Megan Hopkins
Seitenzahl: 248
Genre: Kinderbuch
Preis (Paperback): 16 €
ISBN-Nummer: 978-3-407-79033-0
Altersempfehlung: ab 11 Jahr(e)
Übersetzer/in: Petra Knese
Klappentext:
Astrid hat ihr ganzes Leben in einem kleinen, abgeschlossenen Schuppen verbracht. Ihre Mutter versteckte sie dort aus Angst vor der Welt. Als eine mysteriöse Frau mit Flügeln sie auf die Schule Starminster hoch oben in London Overhead bringt, beginnt ein neues Leben – sie soll selbst fliegen lernen. Inmitten von Mitternachtsunterricht und Himmelsgärten stößt sie auf ein beunruhigendes Geheimnis: Kinder verschwinden– und Astrids Mutter scheint mehr über diese Welt zu wissen, als sie erzählt hat.
Meine Meinung:
Wirklich umgehauen hat mich das Buch jetzt nicht. Ich weiß, nicht die beste Wortwahl um in eine Rezension zu starten, aber immerhin ehrlich.
Tja, was soll ich sagen, weder auf der Handlungsebene, noch was Spannung betrifft, hat mich das Buch wirklich überzeugt, vielmehr hab ich hier gesessen und das ein oder andere mal darüber den Kopf geschüttelt, welche Werte hier eigentlich vermittelt werden. Denn hier wird gekonnt mit den anderen verschwundenen Kindern abgelenkt, worüber man fast vergisst, dass auch Astrid eine von ihnen ist, auch, wenn vielleicht nicht unter den gleichen Umständen. Den Großteil der Geschichte kehren wir den Fakt gekonnt unter den Teppich, dass sie mehr oder weniger gekidnappt wird. Ja, es gibt den ein oder anderen Moment in dem sie denkt ‚hm, seltsam, ich würd lieber nach Hause‘ aber wirklich das Gefühl, dass sie es meint, hat man dann irgendwie auch nicht, besonders wenn sie kurz darauf ihre Meinung wieder ändert. Sicher handelt es sich bei Astrid um ein elfjähriges Mädchen, aber genauso alt sind vielleicht auch die ein oder anderen Leser*innen und fragwürdige Entscheidungen aufzuzeigen seh ich jetzt nicht unbedingt als optimal an. Besonders weil auch zum Ende hin eher verschwiegen und durch die Blume verharmlost wird, was da anfangs eigentlich passiert ist. Vielleicht ist auch die Art und Weise, wie Astrid aufgewachsen ist problematisch, das möcht ich gar nicht anders sagen, aber auch, wenn ihr Leben jetzt vielleicht ‚freier‘ ist, ist es nicht weniger problematisch.
Natürlich ist das Ansichtssache und nicht jeder wird hier meine Meinung teilen, aber das ist ja auch okay, ich wollte das nur vorweg einmal angesprochen haben.
Da hört es, für mich, aber leider nicht auf. Viele Plotpunkte, die Spannung erzeugen sollen kamen für mich leider völlig aus dem Nichts und haben sich dann recht schnell wieder in Luft aufgelöst. Zwar führen viele davon zu Ende wieder zusammen, aber es wirkt beinahe so, als wäre das nicht geplant gewesen, sondern eher willkürlich.
Nun aber auch positive Sachen: Mir gefällt der Weltenaufbau so weit ganz gut und auch der Schreibstil lässt sich recht flüssig lesen. Die Freundschaften, die unsere Protagonistin hier knüpft, gefallen wir ebenfalls, auch die kleinen Momente, in denen sie merkt, wie ihre Kindheit vielleicht hätte sein können.
Fazit:
War jetzt nicht so meins, um ehrlich zu sein, alles in allem eine ganz okaye Geschichte, allerdings finde ich die Werte fragwürdig, die hier vermittelt werden, da es sich noch immer um ein Kinderbuch handelt.
2⭐
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