Rezension - Worst Date Ever

 

 
Infos zu einem Buch:
Verlag: Ravensburger
Autor/in: Kasie West
Seitenzahl: 416
Genre: Liebesroman
Preis (Paperback): 14,99 €
ISBN-Nummer: 978-3-473-58688-2  
Altersempfehlung: ab 16 Jahr(e)
Übersetzer/in: Juliane Landsberg


Klappentext: 

Das Leben schreibt die schönsten Liebesgeschichten.Als angehende Literaturagentin möchte Margot nicht nur den nächsten Romance-Bestseller entdecken, sondern auch selbst die perfekte Liebesgeschichte erleben. Ihre große Liebe will sie auf keinen Fall über eine App kennenlernen, denn das wäre einfach unromantisch. Ihr Dating-App-Match Oliver war das schlechteste Date ihres Lebens – gefolgt von der heißesten Make-out-session ihres Lebens. Margot und Oliver sind absolut nicht kompatibel, doch das Knistern zwischen ihnen lässt sich nicht leugnen …

Meine Meinung:
 
Das Cover verspricht eine süße Rom-Com gepaart mit vielen Büchern. Und das passt soweit auch. Die Protagonistin arbeitet als Literaturagentin und da sind Bücher ja bekanntlich vorprogramiert. Ins Buch startet man mit dem ersten Date oder eher mit den letzten Minuten dessen, bevor es einen Zeitsprung gibt und man in der Jetzt-Zeit landet, in der Margot und Oliver über Jahre immer wieder auf den Dating-Apps gematched haben. Soweit so gut, nicht wahr?

Der Schreibstil lässt sich super flüssig lesen und es war mir ein leichtes durch die Seiten zu fliegen. Zwischen den beiden gibt es immer wieder Momente die mich wirklich zum schmunzeln gebracht haben, aber auch viele, unterschwellige, in denen mir Margot etwas negativ aufgefallen ist. Ich bin jemand, ich kann mich gut in andere hineinversetzen und über Fehler hinwegsehen wenn ich sie verstehe und nachvollziehen kann. Margot hat mir das ganz schön schwer gemacht. Wirklich bewusst geworden ist mir das aber erst beim Konflikt selbst, den ich schon von weitem habe kommen sehen, denn, achtung, spoiler: Es gibt etwas, das ab einem bestimmten Moment suptil zwischen den beiden steht, woraufhin Oliver immer wieder das Gespräch sucht und ihr etwas zu sagen versucht. Übrigens waren das unter anderem die Momente in denen mir Margot negativ aufgefallen ist, denn, statt ihm zuzuhören und ernst zu nehmen was ihm offensichtlich auf der Seele zu liegen scheint, blockt sie immer wieder ab, beharrt darauf, dass es keine Rolle spielt und nicht wichtig ist, dass es ist, ich zitiere 'schnurz' ist. Selbst auf sein, auf das Thema bezogene, nachhaken versichert sie ihm, dass es nicht wichtig ist, NUR um es ihm später bei besagtem Konflikt vorzuhalten, deswegen nicht mit ihm zusammen sein möchte und ihm dann auch noch unterstell gelogen zu haben, obwohl er ihr die Wahrheit ziemlich oft sogar sagen, sie die aber partout nicht hat hören wollen. 

Als jemand der Bücher liest und dadurch wirklich feinfühlig geworden ist, war das wirklich unverständlich für mich (besonders da sie ja beruflich mit Büchern arbeitet und die auch in ihrem Privaten eine große Rolle einnehmen. Man könnte fast meinen sie wäre da auch sensibler für, aber nope), weil, auch wenn man seine Perspektive in diesem Buch nicht zu lesen bekommt, ist eigentlich glasklar warum er es ihr nicht gesagt hat (abgesehen von dem Fakt dass sie es ja nicht hören wollte, mehrfach). Dass ihr das so völlig egal scheint hat mich irgendwie daran zweifeln lassen wie ihre Gefühle zu ihm wirklich ausschauen. Bei der 'Aussprache' hat sie ihm dann mehr oder weniger die alleinige Schuld an der Situation zugeschrieben obwohl von ihrer Seite in meinen Augen definitiv auch eine Entschuldigung angebracht gewesen wäre und da es von Anfang an nur darum ging, sich körperlich voneinander fern zuhalten, der Anziehung nicht nachzugeben, kann ich mir, gepaart mir ihrem Verhalten ihm gegenüber letzendlich echt nicht vorstellen wie diese Beziehung auf Dauer wirklich halten soll. Ihr verhalten hat mich irgendwie an ihre Aussage zu Beginn zurückdenken lassen, als sie ihm sagt er sei zu gut für sie. I hate to say it, aber nachdem ich das Buch beendet habe muss ich dem leider zustimmen. Der arme Kerl hat sowas echt nicht verdient. Besonders weil er ihr vieles aus seiner Vergangenheit erzählt hat und ihr eigentlich im Konflikt hätte klar sein müssen dass er ihr das nicht böswillig verschwiegen hat. An einem Punkt denkt sie sogar gaaaaanz kurz dass er ihr es ja sagen wollte, mehrfach, nur um dann wieder dazu überzugehen ihn als den Bösen dazustellen. Da war sie als Charakter wirklich unten durch bei mir.

Wie gesagt, an sich hat mir die Dynamik zwischen den beiden in manchen Momenten echt gefallen, aber dann ist sie wieder komplett geshiftet. Irgendwie schwierig sich da vorzustellen wie das auf Dauer eine, für beide, glückliche Beziehung sein soll.


Fazit:

Der Beginn der Story (abgesehen von ihrem vorurteilbehaftetem Denken im Prolog) war recht cute, der Konflikt hat es mir persöhnlich aber komplett kaputt gemacht und ich hab die beiden einfach nicht miteinander gesehen. Anderen könnte das aber durchaus gefallen.

3⭐ 

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